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US-Staatsanleihen legen nach: Zehnjahresrendite fällt auf 4,87 %, Ölsturz dämpft die Zinsangst

2. November 2026, 19:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Nach dem stärksten Monat seit 2024 steigen die Kurse von US-Staatsanleihen weiter. Die Rendite zehnjähriger Papiere fiel am Montag auf rund 4,87 %. Der starke Rückgang beim Öl nimmt etwas Druck von der Teuerung, entschieden ist die Zinsfrage aber nicht.

Der US-Anleihenmarkt hat einen ungewöhnlichen Monat hinter sich. Am 30. September lag die Rendite der zehnjährigen Treasury-Anleihen laut Yahoo-Kursdaten noch bei 5,29 %. Anfang Oktober stieg sie zwischenzeitlich auf rund 5,36 %. Bis zum 30. Oktober sank sie auf 4,93 %, am Montag auf 4,87 %. Sinkt die Rendite, steigt der Kurs der Anleihe.

Laut Investing.com war es der stärkste Monatsgewinn seit 2024. Bloomberg spricht vom grössten Monatsplus seit mehr als zwei Jahren. Auch die zweijährigen Papiere, die stärker auf die Geldpolitik reagieren, gaben im Oktober spürbar nach, um etwa 32 Basispunkte. Ein Basispunkt ist ein Hundertstel eines Prozentpunkts.

Öl als Auslöser am Montag

Am Montag lieferte der Ölmarkt den Anstoss. Brent notierte zuletzt bei knapp 104 Dollar (CHF 85), nachdem der Januar-Kontrakt am Freitag noch über 114 Dollar (CHF 93) gekostet hatte. Iran hatte Bereitschaft zu Gesprächen signalisiert. Tieferes Öl mindert die Sorge, dass die Teuerung die US-Notenbank zu weiteren Schritten zwingt, wie Bloomberg schreibt.

Im Oktober spielte aber auch die Flucht in sichere Anlagen eine Rolle. Investing.com verweist auf den Ausverkauf bei Technologiewerten. Gleichzeitig weiteten sich die Risikoaufschläge auf US-Hochzinsanleihen laut Saxo Bank am Freitag um 17 Basispunkte auf 340 Basispunkte aus, den höchsten Stand seit fast 18 Monaten. Fallende Renditen sind also nicht nur ein gutes Zeichen.

Fed bleibt das grosse Fragezeichen

Die US-Notenbank Fed beliess ihren Leitzins am 28. Oktober bei 3,75 bis 4,00 %, zwei Mitglieder wollten bereits erhöhen. Am Montagmorgen US-Zeit rechneten die Terminmärkte laut einer Auswertung von FatTail mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 76 % für eine Erhöhung am Treffen vom 8. und 9. Dezember. Dieser Wert schwankt laufend.

Die Woche bringt mehrere Prüfsteine: am Dienstag die Zwischenwahlen, am Mittwoch die neue Schuldenplanung des Finanzministeriums, am Freitag den Arbeitsmarktbericht für Oktober. Die Teuerungszahlen folgen am 10. November. Die Zahlen zur Industrie vom Montag fielen zudem stark aus, was eher gegen tiefere Zinsen spricht.

Quellen

  1. U.S. Treasuries surge to wrap October in biggest rally since 2024 (30.10.2026) – Investing.com via Yahoo Finance
  2. December Fed Rate Hike Odds: 76.3% Into Data Week (02.11.2026) – FatTail
  3. Market Quick Take - Markets find calm after Friday turmoil (02.11.2026) – Saxo Bank
  4. Treasury Yields Extend Past Month’s Slide as Oil Prices Tumble (02.11.2026) – Bloomberg (Feed-Kurztext)

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.