US-Zwischenwahlen am 3. November: Was die Geschichte über die Börse nach den Midterms sagt
Am Dienstag wählen die USA das Repräsentantenhaus neu und rund einen Drittel des Senats. Wettmärkte sehen die Demokraten im Repräsentantenhaus klar vorne, beim Senat ist das Rennen offen. Historisch folgte auf die Wahl meist eine freundliche Börsenphase.
Am 3. November finden in den USA die Zwischenwahlen statt, die sogenannten Midterms. Gewählt werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und rund ein Drittel der Senatssitze. Für die Demokraten reicht laut einer Analyse von Schwab Asset Management ein Nettogewinn von drei Sitzen, um die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu übernehmen. Im Senat brauchen sie vier zusätzliche Sitze, denn bei einem Patt von 50 zu 50 entscheidet Vizepräsident JD Vance.
Die Wahl fällt in eine nervöse Phase. Der S&P 500 schloss den Oktober am Freitag bei 7580 Punkten, 0,9 % tiefer als Ende September und rund 3 % unter seinem Rekordschluss vom 6. Oktober. Vor allem enttäuschende Zahlen und Ausblicke von Technologiekonzernen haben in den vergangenen Tagen belastet.
Wettmärkte sehen ein geteiltes Parlament als wahrscheinlich
Auf den Prognoseplattformen Kalshi und Polymarket lag die Wahrscheinlichkeit, dass die Demokraten das Repräsentantenhaus erobern, Mitte Oktober bei 84 bis 85 %. Beim Senat sahen die Händler die Republikaner nur knapp vorne, mit 51 bis 53 %. Einen Durchmarsch der Demokraten in beiden Kammern bewerteten beide Plattformen mit rund 48 bis 49 %, eine volle Kontrolle der Republikaner mit höchstens 15 %. Das Handelsvolumen dieser Kontrakte ist allerdings überschaubar.
Ein geteiltes Parlament würde laut Schwab vor allem weniger neue Gesetze bedeuten, dafür mehr Untersuchungen gegen die Regierung und härtere Haushaltsverhandlungen. Als mögliche Belastungsproben nennt die Analyse die Budgetfristen und die Verhandlungen über die Schuldenobergrenze im Jahr 2027. Zudem entscheidet der Senat über die Besetzung von Richterposten und Spitzenämtern bei den Aufsichtsbehörden.
Historisch oft Rückenwind nach der Wahl
Die Partei des Präsidenten verliert bei Zwischenwahlen fast immer Sitze im Repräsentantenhaus. Seit 1906 gelang ihr laut Schwab nur dreimal ein Zugewinn. Für die Börse war der Ausgang in der Vergangenheit aber oft weniger wichtig als das Ende der Unsicherheit. Seit 1974 lag der S&P 500 sechs Monate nach einer Zwischenwahl in allen 13 Fällen im Plus, im Durchschnitt um 12,4 %. Nach drei Monaten waren es durchschnittlich 5,7 %, bei 11 positiven von 13 Fällen.
Eine von Money.com zitierte Auswertung der Deutschen Bank kommt zu einem ähnlichen Bild: In 21 der letzten 23 Wahlzyklen stieg der Markt im Zeitraum von einem Monat vor bis zwei Monate nach der Wahl. Im Jahr nach den letzten sechs Midterms legte der Index zwischen 3,7 % (2010/11) und 14,9 % (2002/03) zu. Solche Durchschnittswerte sind allerdings keine Garantie, zumal die aktuelle Schwäche vor allem von Firmenzahlen und der Debatte um die Rentabilität der künstlichen Intelligenz ausgeht.
Quellen
- What the 2026 Midterms Could Mean for the Markets (18.08.2026) – Schwab Asset Management
- Midterm Elections and the Stock Market (26.10.2026) – Money.com
- Democrats 85% to Flip the House in 2026 Midterms, Senate Still a Toss-Up (15.10.2026) – DeFi Rate
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.