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USA drängen China zur Einhaltung des Busan-Abkommens: Seltene Erden fliessen laut Washington zu knapp

6. November 2026, 20:23 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

US-Finanzminister Scott Bessent und Handelsbeauftragter Jamieson Greer verlangen von Peking, die Zusagen aus dem Handelsabkommen von Busan sofort umzusetzen. Im Zentrum stehen Lieferungen Seltener Erden. China weist die Kritik zurück.

Am Freitag, 6. November, haben Bessent und Greer per Videoschaltung mit Chinas Vizepremier He Lifeng gesprochen. Laut einer Mitteilung des US-Finanzministeriums, über die zuerst die Financial Times berichtete, verlangte Bessent, China müsse seine Verpflichtungen «vollständig und unverzüglich» erfüllen. Er äusserte zudem Bedenken über jüngste Schritte Pekings. Weitere Fortschritte hingen von konkreten Ergebnissen ab, schrieb Bessent laut Reuters auf sozialen Medien. Washington werde die Umsetzung genau prüfen.

Streitpunkt Seltene Erden

Das Abkommen geht auf das Treffen von Donald Trump und Xi Jinping im südkoreanischen Busan im Oktober 2025 zurück. China setzte damals seine verschärften Exportkontrollen aus und versprach allgemeine Ausfuhrlizenzen für Seltene Erden, Gallium, Germanium, Antimon und Graphit. Laut US-Vertretern erfüllt Peking aber erst rund zwei Drittel seiner Zusagen bei den Seltenen Erden. Das Angebot sei auch nicht gestiegen, seit Bessent das Thema im September in New York direkt angesprochen habe. China bestreitet diese Darstellung.

Besonders im Blick hat Washington Yttrium. Das Metall wird unter anderem in Triebwerken und Raketen verwendet. Chinesische Ausfuhrbeschränkungen treffen laut der Financial Times japanische Zulieferer, die Teile für US-Hersteller fertigen. Bei den Agrarkäufen erfüllt China laut US-Seite zwar die Zusage für Sojabohnen, bleibt bei anderen Produkten aber zurück.

Frist läuft am 10. Januar ab

Beim Besuch von Xi in Washington im September verlängerten beide Seiten den Waffenstillstand im Handelsstreit bis zum 10. Januar 2027. Damals schlugen sie auch ein Paket gegenseitiger Zollsenkungen über 60 Mrd. Dollar (CHF 49 Mrd.) vor. Es ist laut Reuters noch nicht abgeschlossen. Chinas Handelsministerium erklärte am Donnerstag, man sei offen für mehr Käufe von US-Agrargütern, aber nur, wenn beide Seiten die vereinbarten Zollsenkungen umsetzen.

Die argentinische Zeitung El Economista verbindet den härteren Ton mit der Niederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen. Laut einem US-Vertreter stellten Bessent und Greer klar, dass Trump das Thema als Priorität betrachte. Ende November wird ein Treffen von Trump und Xi am Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in China erwartet. Am Vortag hatten die USA zudem eine umstrittene Ausweitung ihrer Exportkontrollen erneut bis Januar ausgesetzt.

Quellen

  1. US urged Beijing to implement commitments of Busan trade deal, Treasury says (06.11.2026) – Reuters / MarketScreener
  2. US presses China to honor Busan trade truce as rare earth shipments fall short (06.11.2026) – investingLive
  3. Tras su derrota en las midterms, Trump incrementa su presión contra China por el suministro de tierras raras (06.11.2026) – El Economista

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.