Update: Brent fällt zeitweise auf 100,80 Dollar (CHF 83), Trump kündigt Ende der Israel-Hilfe an
Der Ölpreis hat die Erholung nach dem US-Angriff auf die iranische Insel Qeshm wieder abgegeben. Brent rutschte am Dienstagnachmittag zeitweise unter 101 Dollar (CHF 83). Am selben Tag sagte Präsident Trump, die USA würden die Militärhilfe für Israel Ende Jahr einstellen.
Update, 15.25 Uhr: Brent stieg am Morgen laut Yahoo Finance bis auf gut 107 Dollar (CHF 88), kippte aber am frühen Nachmittag. Das Tagestief lag bei 100,80 Dollar (CHF 83), zuletzt stand die Nordseesorte bei rund 102,80 Dollar (CHF 84). Das sind knapp 2 % weniger als der Montagsschluss von 104,77 Dollar (CHF 86). Das Wall Street Journal führt den Rückgang in einer Kurzmeldung auf Zuversicht über die Diplomatie zwischen den USA und Iran zurück.
Trump sagte im Sender Fox News, die USA zahlten Israel jährlich 4 Mrd. Dollar (CHF 3,3 Mrd.). Mit Premier Benjamin Netanyahu habe er vor Monaten vereinbart, das bis Ende Jahr zu beenden. Israel brauche das Geld nicht mehr, falls nötig helfe man aber. Die Angaben stammen von Trump selbst. Ob seine Aussage den Ölpreis bewegte, ist nicht belegt.
Angriff auf Qeshm und widersprüchliche Signale
Am Vorabend der US-Zwischenwahlen griffen amerikanische Streitkräfte Ziele auf Qeshm an. Die Insel liegt an der Strasse von Hormus, durch die vor dem Krieg rund ein Fünftel des weltweiten Öls und Erdgases lief. Laut CBS News antworteten die USA damit auf Schüsse der Revolutionsgarden auf ein US-Flugzeug, laut Reuters sollten die Schläge Angriffe auf Handelsschiffe verhindern. Washington spricht von begrenzten Aktionen.
Die Signale aus den Gesprächen widersprechen sich. US-Vizepräsident JD Vance sieht laut Handelsblatt gute Chancen für eine Einigung, verlangt aber überprüfbare Zusagen zum Atomprogramm. Ein hoher iranischer Beamter sagte dagegen laut Reuters, beide Seiten seien weit von einem Abkommen entfernt. Die indirekten Gespräche über Katar und Pakistan brachten laut CBS noch keinen Durchbruch. Netanyahu drängt Berichten zufolge auf neue Luftangriffe.
Lage auf See bleibt angespannt
Die Revolutionsgarden meldeten Explosionen auf drei Tankern, die Minen getroffen hätten. Das liess sich nicht unabhängig prüfen. Die Ölexporte durch die Meerenge fielen laut Handelsblatt auf den tiefsten Stand seit Ende August. Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO zählte im Oktober laut CBS 30 Angriffe auf Handelsschiffe in der Region, ein Rekord. Am Montag war Brent bereits um 8,66 Dollar (CHF 7,10) oder 7,63 % gefallen.
Quellen
- Oil rises after report of US strike on Iran's Qeshm Island (03.11.2026) – Business Recorder / Reuters
- Oil rises after reported U.S. strike on Iran's Qeshm Island (03.11.2026) – Investing.com
- Live Updates: U.S. launches defensive strikes on Iranian targets (02.11.2026) – CBS News
- Trump says US will stop $4 billion military aid to Israel at end of 2026 (03.11.2026) – Arab News / Reuters
- Iran-Krieg: USA stellen wohl Militärhilfe für Israel zum Jahresende ein (03.11.2026) – Handelsblatt
- Morning Highlights: Iran Says a Deal Is Far Off After US Strike on Qeshm Island (03.11.2026) – Cornerstone Futures
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.