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Vishay baut in Itzehoe ein 300-mm-Chipwerk: Staat zahlt 215 Mio. Euro (CHF 198 Mio.) dazu

1. November 2026, 16:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der US-Halbleiterkonzern Vishay erweitert sein Werk im schleswig-holsteinischen Itzehoe um eine Fertigung für grössere Siliziumscheiben. Bund und Land fördern das Projekt mit rund 215 Mio. Euro (CHF 198 Mio.), bis zu 250 Stellen sollen entstehen.

Vishay Intertechnology investiert in Itzehoe nördlich von Hamburg in eine zusätzliche Fabrik. Das Unternehmen selbst spricht von einem «hohen dreistelligen Millionenbetrag». Andreas Hein, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Kieler Landtag, beziffert das Vorhaben auf rund 1 Mrd. Euro (CHF 921 Mio.). Den Förderbescheid über rund 215 Mio. Euro (CHF 198 Mio.) von Bund und Land überreichte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) am 30. Oktober. Die EU-Kommission hatte die Beihilfe bereits im Juli genehmigt.

Grössere Scheiben, mehr Chips

Bisher stellt Vishay in Itzehoe Wafer mit 200 Millimetern Durchmesser her. Wafer sind die dünnen Siliziumscheiben, auf denen Chips gefertigt werden. Die neue Linie soll Scheiben mit 300 Millimetern verarbeiten. Auf einer grösseren Scheibe finden mehr Chips Platz, was die Kosten pro Stück senkt, sofern die Ausbeute stimmt.

Gefertigt werden sollen Leistungstransistoren, sogenannte Power-Mosfets. Diese Bauteile schalten hohe Ströme und Spannungen. Laut Vishay sind sie für die Autoindustrie sowie für industrielle und kommerzielle Anwendungen bestimmt. Genannt werden auch Hochleistungsrechner für künstliche Intelligenz, Telekommunikation und IT-Infrastruktur. Trotz weitgehend automatisierter Produktion rechnet das Unternehmen mit bis zu 250 neuen Stellen. Einen Termin für Baubeginn oder Produktionsstart nannten die Beteiligten nicht.

Ohne Subventionen geht es kaum

Markus Keil, bei Vishay für die Waferfertigung zuständig, bezeichnete die Förderung laut Medienberichten als «dramatisch wichtig». Lohn- und Baukosten seien in Europa deutlich höher als in Asien. Minister Madsen verwies auf die Verwundbarkeit globaler Lieferketten durch Transportblockaden und Krisen. Europa müsse bei Schlüsseltechnologien unabhängiger werden.

Itzehoe ist Teil eines wachsenden Halbleiter-Clusters im Norden. Im laufenden Jahr gründeten Firmen und Forschungsinstitute aus Hamburg und Schleswig-Holstein das «Northern Chip Network». Dazu gehören unter anderem Nexperia, NXP Semiconductors, Semikron Danfoss und X-Fab.

Quellen

  1. Chips: Halbleiterproduzent Vishay kündigt Großinvestition in Itzehoe an (30.10.2026) – Handelsblatt (dpa)
  2. Vishay investiert rund 1 Mrd. Euro in 300-mm-Waferwerk in Itzehoe (30.10.2026) – IT Boltwise

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.