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Volkswagen schreibt im dritten Quartal 5,8 Mrd. Euro Verlust: Porsche-Abschreibung und China-Einbruch

29. Oktober 2026, 08:24 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Europas grösster Autokonzern ist im Sommerquartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Eine Abschreibung von rund 6,4 Mrd. Euro auf Porsche und ein Absatzeinbruch in China belasten. Finanzchef Arno Antlitz mahnt zur Eile.

Volkswagen hat am 29. Oktober seine Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Unter dem Strich steht ein Verlust von rund 5,82 Mrd. Euro, umgerechnet etwa CHF 5,4 Mrd. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern rund 1,07 Mrd. Euro verloren. Der Umsatz sank um 6,3 % auf rund 75,3 Mrd. Euro, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Sondereffekte von 7,8 Mrd. Euro

Den grössten Teil der Belastung machen Sondereffekte aus. Im Sommerquartal summierten sie sich auf 7,8 Mrd. Euro. Allein die Wertminderung auf den Firmenwert von Porsche beträgt rund 6,4 Mrd. Euro. Sie spiegelt tiefere Erwartungen an die künftige Entwicklung des Sportwagenbauers und fliesst nicht als Bargeld ab. Dazu kommen Kosten für erweiterte Vorruhestandsregelungen, den geplanten Verkauf des Werks Osnabrück und Wertminderungen bei chinesischen Gesellschaften. Diese Belastungen hatte Volkswagen bereits am 18. September angekündigt und dabei die Prognose für die operative Umsatzrendite von 4 bis 5,5 % auf höchstens 1 % gesenkt.

Nach neun Monaten liegt das operative Ergebnis bei nur noch 0,1 Mrd. Euro, nach 5,4 Mrd. Euro im Vorjahr. Ohne Sondereffekte wären es 8,8 Mrd. Euro, was einer Marge von 3,8 % entspricht. Der Umsatz ging in diesem Zeitraum um gut 2 % auf 233,4 Mrd. Euro zurück. Positiv fällt der Netto-Cashflow im Autogeschäft aus: Er stieg auf 4,4 Mrd. Euro, nach 1,8 Mrd. Euro im Vorjahr.

China bricht weg, Europa hält

Im dritten Quartal lieferte der Konzern laut dpa rund 1,89 Mio. Fahrzeuge aus, gut 14 % weniger als vor einem Jahr. In China fielen die Auslieferungen um 38,5 % auf rund 406 000 Fahrzeuge. Volkswagen nennt zudem Zölle, weltweiten Preisdruck und den wachsenden Anteil der weniger profitablen Elektroautos als Gründe. In Europa stiegen die Bestellungen in den ersten neun Monaten dagegen um 4 %, jene für reine Elektroautos sogar um 39 %.

Die Jahresprognose bestätigt der Konzern: rund 315 Mrd. Euro Umsatz und eine operative Marge von bis zu 1 %. Finanzchef Antlitz sagte, das Neunmonatsergebnis zeige, dass man keine Zeit verlieren dürfe und schnell und entschlossen handeln müsse. Eine Marge von 3,8 % vor Sondereffekten sei zu tief, um weiter stark in die Zukunft zu investieren. Das Kostenprogramm des Konzerns umfasst rund 31 Mrd. Euro. Bereits im März hatte Konzernchef Oliver Blume angekündigt, bis 2030 in Deutschland rund 50 000 Stellen abzubauen.

Quellen

  1. Volkswagen Group: Nine-month results underline urgent need for action (29.10.2026) – Volkswagen Group
  2. Volkswagen AG updates its forecast for fiscal year 2026 (18.09.2026) – Volkswagen Group
  3. Im dritten Quartal: Volkswagen meldet 5,82 Milliarden Euro Verlust (29.10.2026) – Handelsblatt
  4. Minus von 5,8 Milliarden Euro: Volkswagen rutscht tief in die roten Zahlen (29.10.2026) – Der Standard
  5. VW eingebrochen – Konzern will bis 2030 50.000 Jobs streichen (10.03.2026) – Vol.at

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.