Schweiz

Wohneigentum in der Schweiz verteuert sich im dritten Quartal um 1,7 %, Einfamilienhäuser legen wieder zu

27. Oktober 2026, 10:22 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen sind im Sommer weiter gestiegen. Der Wohnimmobilienpreisindex des Bundesamts für Statistik liegt 4,4 % über dem Vorjahr. Auch private Indizes von Raiffeisen und Wüest Partner zeigen nach oben.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat am 27. Oktober den Schweizerischen Wohnimmobilienpreisindex (IMPI) für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht. Der Index stieg von Juli bis September gegenüber dem Vorquartal um 1,7 % auf 129,8 Punkte. Basis ist das vierte Quartal 2019 mit 100 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal beträgt der Anstieg 4,4 %.

Häuser holen auf, Wohnungen bleiben im Jahresvergleich vorne

Einfamilienhäuser verteuerten sich im dritten Quartal landesweit um 2,1 %. Im zweiten Quartal waren ihre Preise laut BFS noch um 0,4 % gesunken. Eigentumswohnungen legten um 1,3 % zu, nach 1,6 % im Vorquartal. Über zwölf Monate betrachtet liegen die Wohnungen mit einem Plus von 5,4 % aber klar vor den Häusern mit 3,3 %.

Regional zeigt der Index deutliche Unterschiede. Am stärksten zogen die Preise in städtischen Gemeinden einer kleinen Agglomeration oder ausserhalb einer Agglomeration an, um 3,4 %. Am schwächsten war der Anstieg in den sogenannten intermediären Gemeinden, die städtische und ländliche Merkmale vereinen, mit 0,6 %. Der IMPI stützt sich auf durchschnittlich rund 7000 Transaktionen pro Quartal, die von den 28 grössten Hypothekarinstituten des Landes stammen.

Private Indizes bestätigen den Trend

Die Zahlen des BFS decken sich weitgehend mit den Transaktionspreisindizes privater Anbieter, die bereits Mitte Oktober erschienen sind. Raiffeisen meldete für das dritte Quartal ein Plus von 2,0 % bei Einfamilienhäusern und von 1,7 % bei Stockwerkeigentum. Im Jahresvergleich stiegen die Wohnungspreise dort um 5,9 %, besonders stark in Tourismusgemeinden. Wüest Partner errechnete für Eigentumswohnungen ebenfalls 1,7 % gegenüber dem Vorquartal, sah die Preise für Einfamilienhäuser aber praktisch stagnieren.

Als Haupttreiber nennt Raiffeisen das knappe Angebot. Laut Chefökonom Fredy Hasenmaile sind die Zinsen für Festhypotheken zwar gestiegen, weil die Märkte mit einem möglichen Ende des Nullzinsregimes der Schweizerischen Nationalbank rechnen. Dieser moderate Zinsanstieg reiche aber nicht aus, um die starke Preisdynamik am Eigenheimmarkt umzukehren, wird er von finews.ch zitiert.

Blick auf die Nationalbank

Für den Immobilienmarkt rückt damit die Geldpolitik in den Vordergrund. Steigende Hypothekarzinsen verteuern die Finanzierung und erschweren die Tragbarkeit für Käufer. Bisher haben sie den Preisauftrieb jedoch nicht gebremst.

Quellen

  1. Preise für Wohneigentum sind im Sommer weiter gestiegen (27.10.2026) – cash.ch / AWP
  2. Die Preise für Wohneigentum sind im 2. Quartal 2026 um 0,7% gestiegen (30.07.2026) – Bundesamt für Statistik
  3. Wohneigentum verteuert sich weiter (12.10.2026) – finews.ch
  4. Preise für Eigentumswohnungen steigen im dritten Quartal deutlich (15.10.2026) – cash.ch / AWP

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.