Erzeugerpreise
Auch gesucht als: Produzentenpreisindex, PPI, Erzeugerpreisindex, Producer Price Index, Produzentenpreise
- 🇬🇧 Englisch
- producer prices / producer price index (PPI)
- 🇫🇷 Französisch
- prix à la production (indice des prix à la production)
- 🇮🇹 Italienisch
- prezzi alla produzione (indice dei prezzi alla produzione)
Erzeugerpreise sind die Preise, die Hersteller für ihre Produkte beim Verkauf an andere Unternehmen erhalten. Der Erzeugerpreisindex zeigt, wie sich diese Preise entwickeln, bevor sie bei den Konsumenten ankommen.
Der Index erfasst Preise von Rohstoffen, Vorprodukten, Investitionsgütern und Konsumgütern ab Fabrik, ohne Mehrwertsteuer und Handelsmargen. In der Schweiz veröffentlicht das Bundesamt für Statistik monatlich den Produzenten- und Importpreisindex, in den USA das Bureau of Labor Statistics den PPI. Weil Energie und Rohstoffe stark gewichtet sind, schwanken Erzeugerpreise meist deutlich stärker als die Konsumentenpreise. Ein starker Franken drückt in der Schweiz zudem die Importpreise.
Erzeugerpreise gelten als Frühindikator für die Inflation: Steigen die Kosten der Hersteller, versuchen diese, sie mit Verzögerung an Handel und Konsumenten weiterzugeben. Ob das gelingt, hängt von der Preissetzungsmacht und der Nachfrage ab. Für Unternehmen und Anleger zeigt der Vergleich von Erzeugerpreisen und eigenen Verkaufspreisen, ob Margen unter Druck geraten. Notenbanken verfolgen den Index genau, um mögliche Zweitrundeneffekte früh zu erkennen.
→Wirtschaftstermine der WocheZinsentscheide, Konjunkturdaten und mehr.Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.