Externer Effekt
Auch gesucht als: Externalität, externe Kosten, Externality, externer Nutzen, Pigou-Steuer
- 🇬🇧 Englisch
- externality
- 🇫🇷 Französisch
- externalité
- 🇮🇹 Italienisch
- esternalità
Ein externer Effekt liegt vor, wenn eine wirtschaftliche Tätigkeit Kosten oder Nutzen für Dritte verursacht, die nicht im Marktpreis enthalten sind – etwa Umweltverschmutzung durch eine Fabrik oder der Nutzen von Forschung für andere Firmen.
Bei negativen externen Effekten trägt der Verursacher nicht alle Kosten seines Handelns, deshalb wird zu viel davon produziert. Klassisches Beispiel ist der CO2-Ausstoss, der zum Klimawandel beiträgt. Positive externe Effekte, etwa Bildung oder Impfungen, werden dagegen ohne Eingriff zu wenig angeboten. Der Ökonom Arthur Pigou schlug vor, negative Effekte mit einer Lenkungsabgabe zu belasten, damit die Preise die tatsächlichen Kosten widerspiegeln.
Die Schweiz erhebt seit 2008 eine CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe wie Heizöl und Gas, die zu einem grossen Teil an Bevölkerung und Wirtschaft zurückverteilt wird. In der EU werden Emissionen über den Handel mit CO2-Zertifikaten bepreist. Für Anleger sind externe Effekte relevant, weil Regulierungen sie zunehmend den Unternehmen anlasten. Firmen mit hohen Emissionen drohen steigende Kosten, während Anbieter sauberer Technologien profitieren können.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.