🏦 Anleihen & Zinsen

Payment-in-Kind (PIK)

Auch gesucht als: PIK, Zinszahlung in Form neuer Schulden, PIK-Anleihe, PIK-Toggle, Sachzinszahlung

🇬🇧 Englisch
payment-in-kind (PIK)
🇫🇷 Französisch
paiement en nature (PIK)
🇮🇹 Italienisch
pagamento in natura (PIK)
Kurz erklärt

Payment-in-Kind (PIK) bedeutet, dass ein Schuldner die Zinsen nicht in bar bezahlt, sondern dem Kreditbetrag zuschlägt. Die Schuld wächst dadurch laufend, und die Zinsen werden erst bei Fälligkeit beglichen.

PIK-Strukturen kommen vor allem bei Übernahmefinanzierungen, Private Credit und riskanten Hochzinsanleihen vor. Sie entlasten die Liquidität des Unternehmens, weil während der Laufzeit kein Geld für Zinsen abfliesst. Bei einer PIK-Toggle-Variante darf der Schuldner je Zinstermin wählen, ob er bar oder in Form neuer Schulden bezahlt. Weil sich die Zinsen auf die wachsende Schuld beziehen, wirkt der Zinseszins zulasten des Schuldners.

Für Kreditgeber ist PIK riskanter als eine Barzahlung: Sie erhalten über Jahre kein Geld und tragen das volle Ausfallrisiko bis zum Schluss. Darum liegen PIK-Zinsen meist höher. Wechseln viele Schuldner nachträglich auf PIK, gilt das oft als Zeichen finanzieller Anspannung, denn der Gewinn reicht offenbar nicht für die Zinsen. Analysten beobachten den PIK-Anteil in den Portfolios von Kreditfonds deshalb als Frühindikator.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.