13. AHV-Rente kommt im Dezember: Warum nicht alle eine volle Monatsrente erhalten
Anfang Dezember fliesst die 13. AHV-Rente erstmals an rund 2,6 Millionen Pensionierte. Neurentner und manche Ehepaare erhalten aber weniger als erwartet. Am 29. November entscheidet das Volk zudem über die Finanzierung.
Der Zuschlag entspricht einem Zwölftel der im Jahr bezogenen Altersrenten. Über alle Renten gerechnet sind das laut dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) rund 1580 Franken, wie cash.ch berichtet. Bei Rentnern in der Schweiz liegt der Schnitt bei etwa 1970 Franken, bei jenen im Ausland wegen weniger Beitragsjahren bei rund 700 Franken. Das BSV nennt rund 2,6 Millionen Empfänger, cash.ch rund 2,7 Millionen.
Wer weniger bekommt
Weil jeden Monat ein Zwölftel zurückgestellt wird, wirkt sich jede Änderung im Jahresverlauf aus. Wer erst am 1. Juli in Rente ging, erhält nur die Hälfte: Beim Mittelwert von 1580 Franken wären das rund 790 Franken. Ab dem Folgejahr fällt die Zahlung voll aus.
Bei Ehepaaren greift die Plafonierung: Zusammen dürfen ihre Renten 150 % der Maximalrente nicht übersteigen, also 3780 Franken im Monat. Wird der zweite Partner während des Jahres pensioniert, sinkt die 13. Rente des ersten. In einem Beispiel von Blick mit Maximalrente sind es bei einem Wechsel zur Jahresmitte 2205 Franken statt 2520 Franken, in den Folgejahren 1890 Franken.
Keinen Anspruch hat, wer vor dem 1. Dezember stirbt. Hinterlassenen- und IV-Renten bleiben bei zwölf Zahlungen im Jahr. Umgekehrt zählt der Verwitwetenzuschlag von 20 %: Im Beispiel des Bundes steigt eine Rente nach dem Tod des Partners im Mai von 1976 auf 2371 Franken, die 13. Rente beträgt dann 2206 Franken. Bei den Ergänzungsleistungen wird der Zuschlag nicht als Einkommen angerechnet.
Die Rechnung kommt mit der Abstimmung
Die 13. Rente kostet 2026 rund 4,1 Mrd. Franken, davon trägt der Bund etwa 800 Mio. Franken. Am 29. November stimmt die Schweiz darüber ab, ob die Mehrwertsteuer ab 2028 um 0,4 Prozentpunkte steigt. Der Normalsatz ginge von 8,1 auf 8,5 % hinauf, der Sondersatz für die Hotellerie von 3,8 auf 4 %, der reduzierte Satz von 2,6 % bliebe gleich.
Das BSV schätzt die Zusatzeinnahmen ab 2029 auf rund 1,4 Mrd. Franken pro Jahr. Das erwartete AHV-Defizit im Jahr 2035 läge damit bei rund 3 statt 5 Mrd. Franken. Wie der Bund seinen Anteil finanziert, ist noch offen.
Per 1. Januar 2027 werden die Renten an die Lohn- und Preisentwicklung angepasst. Das BSV rechnet gemäss cash.ch mit einer durchschnittlichen Monatsrente von rund 1605 Franken.
Quellen
- 13. AHV: Warum der Auszahlungsbetrag tiefer als gedacht sein kann (03.11.2026) – cash.ch
- 13. AHV-Rente: Auszahlung – Bundesamt für Sozialversicherungen
- 13. AHV-Rente: Volksabstimmung über die AHV-Zusatzfinanzierung durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer (05.10.2026) – Bundesamt für Sozialversicherungen
- Davon hängt es ab, wie hoch deine 13. AHV-Rente sein wird (Januar 2026) – Blick
- 13. AHV-Rente: Was muss in diesem Jahr beachtet werden? (15.06.2026) – WEKA
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.