Boehringer sichert sich sechs Krebsprogramme aus China: Bis zu 7 Mrd. Dollar (CHF 5,7 Mrd.) möglich
Boehringer Ingelheim hat sich Optionen auf sechs frühe Krebsprogramme der chinesischen Sino Biopharmaceutical gesichert. Sofort und kurzfristig fliessen 358 Mio. Dollar (CHF 292 Mio.), die Meilensteine summieren sich auf bis zu 7 Mrd. Dollar (CHF 5,7 Mrd.).
Der deutsche Familienkonzern Boehringer Ingelheim und die in Hongkong kotierte Sino Biopharmaceutical haben am 4. November eine Options- und Lizenzvereinbarung bekannt gegeben. Sie weitet eine bestehende Partnerschaft in der Krebsforschung aus. Es ist laut Reuters die zweite Zusammenarbeit der beiden Firmen in diesem Gebiet.
Bezahlt wird vor allem bei Erfolg
Sino Biopharmaceutical erhält 358 Mio. Dollar (CHF 292 Mio.) als Vorab- und kurzfristige Zahlungen. Hinzu kommen Meilensteinzahlungen von bis zu 7 Mrd. Dollar (CHF 5,7 Mrd.), die an die Ausübung der Optionen, an die Entwicklung, an Zulassungen und an den Verkaufserfolg gebunden sind. Dazu kommen gestaffelte Lizenzgebühren auf spätere Umsätze, die laut Mitteilung zweistellig werden können.
Der grösste Teil des Betrags ist also nicht gesichert. Die sofort fälligen Mittel machen nur rund 5 % der möglichen Meilensteine aus. Alle sechs Programme stehen noch vor den klinischen Studien am Menschen. Boehringer liess laut Reuters zunächst offen, gegen welche Krankheiten sie gerichtet sind.
Zwei Technologien im Fokus
Die Programme stützen sich auf zwei gefragte Ansätze. Antikörper-Wirkstoff-Konjugate sind Antikörper, die ein Zellgift gezielt zu Krebszellen bringen. T-Zell-Engager lenken die körpereigenen Immunzellen auf den Tumor. Fünf der sechs Programme stammen von der Tochter LaNova Medicines, eines von Beijing Tide Pharmaceutical.
Sino Biopharmaceutical führt die frühe Entwicklung bis und mit den weltweiten Phase-I-Studien selbst durch. Nach vereinbarten klinischen Meilensteinen kann Boehringer die exklusiven Rechte für Entwicklung, Herstellung und Vertrieb übernehmen. Bei vier Programmen gelten diese Rechte ausserhalb von Festlandchina, Hongkong und Macau, bei den zwei übrigen weltweit.
Paola Casarosa, in der Boehringer-Geschäftsleitung für Innovation zuständig, sprach in der Mitteilung von sich ergänzender Wissenschaft, die das eigene Entwicklungsportfolio breiter mache. Verwaltungsratspräsidentin Theresa Tse von Sino Biopharmaceutical will hochwertige Innovation aus China in die globale Gesundheitsversorgung einbringen.
Quellen
- Boehringer Ingelheim and SBP Group enter partnership to advance next-generation cancer therapies (04.11.2026) – GlobeNewswire via Manila Times
- Sino Biopharmaceutical signs cancer deal worth about $7 billion with Germany's Boehringer (04.11.2026) – Reuters via SRN News
- Sino Biopharmaceutical Signs Oncology Deal Worth Up to US$7 Billion (04.11.2026) – TipRanks
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.