Britische Hauspreise sinken im Jahresvergleich um 1,2 %: Stärkstes Minus seit Oktober 2023
Der britische Immobilienmarkt verliert weiter an Schwung. Laut Lloyds fielen die Preise im Oktober um 0,6 %, einen Tag zuvor hob die Bank of England den Leitzins auf 4 % an. Am stärksten leidet der Süden Englands.
Der Durchschnittspreis eines britischen Hauses sank im Oktober laut dem am 6. November veröffentlichten Lloyds-Hauspreisindex auf 296 285 Pfund (CHF 325 000). Das sind 1882 Pfund (CHF 2060) weniger als im September. Der Rückgang um 0,6 % ist der stärkste Monatswert seit mindestens einem Jahr. Gegenüber dem Vorjahr beträgt das Minus 1,2 %, so viel wie seit Oktober 2023 nicht mehr.
Lloyds-Hypothekenchef Andrew Asaam sprach laut der Nachrichtenagentur PA von einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, das die Nachfrage auf die Probe stelle. Hohe Kreditkosten und der Teuerungsdruck, der teils vom Konflikt im Nahen Osten herrührt, machten Käufer vorsichtiger.
London verliert, der Norden legt zu
Regional klafft der Markt auseinander. Im Grossraum London fielen die Preise binnen Jahresfrist um 3,1 % auf 524 892 Pfund (CHF 576 000). Der Südosten und der Südwesten Englands verloren je 2,4 %. Nordirland legte dagegen um 4,4 % zu, Schottland um 2,8 %. Auch der Nordwesten (plus 2,2 %) und der Nordosten Englands (plus 2,0 %) blieben im Plus.
Die übrigen Daten zeigen ein ähnliches Bild. Die Hypothekengenehmigungen für Hauskäufe sanken laut Bank of England im September auf 53 443, das sind 19,4 % weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Verkäufe lag laut Steuerbehörde HMRC bei 94 800 und damit 3,6 % unter dem Vorjahr.
Zinserhöhung erhöht den Druck
Die Bank of England hob den Leitzins am 5. November um 0,25 Prozentpunkte auf 4 % an, die erste Erhöhung seit über drei Jahren. Laut dem Branchenverband UK Finance zahlen Besitzer von Tracker-Hypotheken, deren Zins dem Leitzins folgt, im Schnitt 30,72 Pfund (CHF 34) mehr pro Monat. Die meisten Eigentümer spüren das nicht sofort: 87 % der laufenden Hypotheken haben einen festen Zins. Allerdings laufen 2027 rund 2,3 Millionen Festzinsverträge aus.
Lloyds erwartet kurzfristig einen gedämpften Markt, aber keine längere Phase fallender Preise. Die Löhne steigen laut der Bank schneller als die Hauspreise, was die Erschwinglichkeit nach und nach verbessert.
Quellen
- Lloyds House Price Index (06.11.2026) – Lloyds Bank
- UK house prices fall 0.6% in October, sharpest monthly drop in a year (06.11.2026) – Investing.com
- Lloyds records biggest annual fall in UK house prices in three years (06.11.2026) – The Irish News / PA
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.