Schweiz

Luzerner Kantonalbank steigert Gewinn nach neun Monaten um 8,7 % und peilt oberes Ende der Prognose an

30. Oktober 2026, 07:27 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat in den ersten drei Quartalen 2026 CHF 242,7 Mio. verdient, 8,7 % mehr als im Vorjahr. Getragen wird das Plus vor allem vom Anlage- und Handelsgeschäft. Für das ganze Jahr rechnet die Bank nun mit einem Gewinn im oberen Drittel ihrer Prognose.

Die LUKB legte ihre Zahlen per Ende September am Freitagmorgen, 30. Oktober, vor. Der Konzerngewinn stieg gegenüber der Vorjahresperiode um CHF 19,4 Mio. auf CHF 242,7 Mio. Der gesamte Geschäftsertrag nahm um 7,7 % auf CHF 555,8 Mio. zu, der Geschäftserfolg um 8,5 % auf CHF 273,8 Mio. Laut CEO Daniel Salzmann entwickelt sich die Bank damit wie gewünscht entlang ihrer Strategie «LUKB30».

Anlagegeschäft wächst deutlich schneller als das Zinsgeschäft

Das Zinsengeschäft bleibt mit CHF 361,0 Mio. die wichtigste Ertragsquelle, wuchs aber nur um 4,3 %. Finanzchef Marcel Hurschler verweist auf das Nullzinsumfeld in der Schweiz, das im klassischen Kreditgeschäft wenig Spielraum lasse. Die Bank setze deshalb auf ein aktives Zinsmanagement. Die Kundenausleihungen stiegen um 1,9 % auf CHF 47,2 Mrd., die Hypothekarforderungen um 1,7 % auf CHF 41,6 Mrd. Weniger Kredite vergab die LUKB an Immobiliengesellschaften nach dem Kollektivanlagengesetz (KAG), eine besonders preissensible Kundengruppe. Ohne dieses Segment wuchs das Hypothekargeschäft um CHF 988 Mio.

Deutlich dynamischer entwickelten sich die zinsunabhängigen Erträge. Sie stiegen um 14,6 % auf CHF 194,7 Mio. und machen nun rund 35 % des Ertrags aus. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legte um 12,8 % auf CHF 118,4 Mio. zu, das Handelsgeschäft um 13,0 % auf CHF 63,1 Mio. Das Volumen der Vermögensverwaltungs- und Beratungsmandate wuchs seit Ende 2025 von CHF 16,8 Mrd. auf CHF 18,5 Mrd. Salzmann begründet dies damit, dass viele Anleger die Börsen als unberechenbar empfänden und ihr Geld deshalb vermehrt Profis anvertrauten.

Höhere Kosten, aber tiefe Cost-Income-Ratio

Der Geschäftsaufwand stieg um 6,6 % auf CHF 257,3 Mio. Die Bank beschäftigt mit gut 1259 Vollzeitstellen 56 mehr als Ende 2025, vor allem wegen neu angestellter Lehr- und Praktikumsabgänger. Zudem gab sie mehr für Informatik, Räume und Marketing aus. Weil die Erträge schneller wuchsen als die Kosten, sank die Cost-Income-Ratio leicht auf 45,5 % (Gesamtjahr 2025: 46,1 %). Die eigene Obergrenze liegt bei 50 %. Die harte Kernkapitalquote (CET1) erhöhte sich auf 14,86 %.

Prognose präzisiert, Chefwechsel auf Anfang 2027

Im August hatte die LUKB ihre Gewinnprognose für 2026 auf CHF 305 bis 320 Mio. angehoben. Nun erwartet sie einen Wert im oberen Drittel dieser Spanne, also mindestens rund CHF 315 Mio. Bis 2030 strebt die Bank einen Konzerngewinn von über CHF 340 Mio. an. Für Salzmann ist es einer der letzten Abschlüsse: Er übergibt die Leitung per 1. Januar 2027 an Stefan Studer, der heute das Privat- und Gewerbekundengeschäft führt. Die Aktie hatte am Donnerstag bei CHF 127 geschlossen.

Quellen

  1. LUKB legt weiter zu: 7.7% mehr Geschäftsertrag und 8.7% höherer Konzerngewinn (30.10.2026) – Luzerner Kantonalbank
  2. Luzerner Kantonalbank bleibt nach neun Monaten auf Rekordkurs (30.10.2026) – cash.ch / AWP
  3. LUKB-Aktie: Kantonalbank bleibt nach neun Monaten auf Rekordkurs (30.10.2026) – finanzen.ch
  4. LUKB startet mit deutlich höherem Halbjahresgewinn 2026 in die neue Strategieperiode (25.08.2026) – Luzerner Kantonalbank

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.