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Moderna schreibt Gewinn statt Verlust und hebt die Umsatzprognose an: Aktie steigt um rund 9 %

6. November 2026, 18:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der US-Impfstoffhersteller verdient im dritten Quartal 162 Mio. Dollar (CHF 133 Mio.) und überrascht die Analysten deutlich. Für 2026 erwartet Moderna nun 15 bis 25 % mehr Umsatz. Bei Norovirus gibt es dagegen einen Rückschlag.

Moderna hat am 6. November Zahlen vorgelegt, die weit über den Schätzungen liegen. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 29 % auf 1,31 Mrd. Dollar (CHF 1,07 Mrd.), nach 1,01 Mrd. Dollar (CHF 828 Mio.) im Vorjahr. Analysten hatten laut Yahoo Finance nur 892 Mio. Dollar (CHF 731 Mio.) erwartet. Aus den USA kamen 780 Mio. Dollar (CHF 639 Mio.), aus dem Ausland 533 Mio. Dollar (CHF 437 Mio.).

Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 162 Mio. Dollar (CHF 133 Mio.) nach einem Verlust von 200 Mio. Dollar (CHF 164 Mio.) ein Jahr zuvor. Je Aktie waren es 0,38 Dollar (CHF 0,31), während Analysten mit einem Minus von 1,09 Dollar (CHF 0,89) gerechnet hatten. Dazu trugen auch tiefere Kosten bei: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sanken um 27 % auf 583 Mio. Dollar (CHF 478 Mio.). Die Aktie gewann am Freitagabend rund 9 % auf etwa 263 Dollar (CHF 215).

Prognose deutlich höher

Für das Gesamtjahr stellt Moderna nun ein Umsatzwachstum von 15 bis 25 % in Aussicht, bisher hiess es bis zu 10 %. Die Forschungsausgaben sollen rund 2,7 Mrd. Dollar (CHF 2,2 Mrd.) betragen statt 2,9 Mrd. Dollar (CHF 2,4 Mrd.). Die flüssigen Mittel und Anlagen sollen Ende Jahr bei 8,1 bis 8,3 Mrd. Dollar (CHF 6,6 bis 6,8 Mrd.) liegen, nach zuvor erwarteten 4,7 bis 5,2 Mrd. Dollar (CHF 3,9 bis 4,3 Mrd.). Der Anstieg der Mittel im dritten Quartal kam allerdings vor allem von aussen: Moderna nahm mit Wandelanleihen, die sich später in Aktien tauschen lassen, netto rund 2,6 Mrd. Dollar (CHF 2,1 Mrd.) auf.

Belastend wirkt ein Rechtsstreit. In den erwarteten Warenkosten von rund 1,7 Mrd. Dollar (CHF 1,4 Mrd.) steckt eine Vergleichszahlung von 0,9 Mrd. Dollar (CHF 740 Mio.). Konzernchef Stéphane Bancel verwies in der Mitteilung auf das Umsatzplus von 29 %, auf dem die höhere Prognose aufbaue.

Fortschritte und ein Rückschlag in der Pipeline

Die Grippeimpfung mFLUSIVA erhielt im August die US-Zulassung und ist in Kanada ebenfalls zugelassen. Der Kombi-Impfstoff gegen Grippe und Covid ist in der EU und in Kanada zugelassen, in den USA wartet Moderna noch auf Vorgaben der FDA für einen neuen Antrag. Mit Merck bereitet der Konzern Zulassungsanträge für die Krebsimpfung Intismeran vor. In einer Phase-III-Studie senkte sie zusammen mit Keytruda das Risiko von Rückfall oder Tod bei Melanom um 42 % gegenüber Keytruda allein. Beim Norovirus-Impfstoff verfehlte die Zwischenauswertung dagegen die Kriterien für einen frühen Erfolg.

Quellen

  1. Moderna Reports Third Quarter 2026 Financial Results (06.11.2026) – Moderna / SEC
  2. Moderna Shares Jump 10% as Q3 Earnings Beat Forecasts and Revenue Outlook Improves (06.11.2026) – Yahoo Finance
  3. Airbnb Moves on Revenue; DraftKings Sinks on Forecast Miss (06.11.2026) – Bloomberg

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.