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RBI steigert Gewinn ohne Russland um 10 %: Russland-Kredite sinken auf 2,2 Mrd. Euro (CHF 2 Mrd.)

3. November 2026, 10:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Raiffeisen Bank International verdient im Kerngeschäft ohne Russland 1,13 Mrd. Euro (CHF 1,03 Mrd.). Den Kauf in Rumänien hat sie abgeschlossen. In Russland baut sie weiter ab, und ein Wiener Urteil spricht ihr 3,15 Mrd. Euro (CHF 2,88 Mrd.) zu.

Die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) hat am 3. November ihre Zahlen für die ersten neun Monate vorgelegt. Das Konzernergebnis ohne Russland stieg um 10 % auf 1,127 Mrd. Euro (CHF 1,03 Mrd.). Der Zinsüberschuss wuchs um 7 % auf 3,35 Mrd. Euro (CHF 3,06 Mrd.), der Provisionsüberschuss um 10 % auf 1,62 Mrd. Euro (CHF 1,48 Mrd.). Die Kundenkredite legten seit Ende 2025 um 8 % auf 109 Mrd. Euro (CHF 100 Mrd.) zu.

Das dritte Quartal fiel schwächer aus als das zweite: Das Konzernergebnis erreichte 419 Mio. Euro (CHF 383 Mio.) nach 499 Mio. Euro (CHF 456 Mio.). Die Risikokosten stiegen in den neun Monaten auf 159 Mio. Euro (CHF 145 Mio.) nach 120 Mio. Euro (CHF 110 Mio.). Die Quote notleidender Kredite sank aber auf 1,5 %, Ende 2025 lag sie bei 1,7 %. Die harte Kernkapitalquote, das wichtigste Mass für den Kapitalpuffer einer Bank, stand bei 15,4 %.

Russland: Abbau läuft, Verkauf bleibt Ziel

Die Kundenkredite in Russland sind seit Mitte 2022 von 13,7 Mrd. Euro (CHF 12,5 Mrd.) auf 2,2 Mrd. Euro (CHF 2 Mrd.) geschrumpft. Das Basisszenario bleibt laut Reuters der schrittweise Abbau, parallel nimmt die Bank die Verkaufsbemühungen wieder auf. Die russische Tochter schrieb im dritten Quartal laut Reuters einen Verlust von 37 Mio. Euro (CHF 34 Mio.). Über neun Monate weist die Nachrichtenagentur APA für Russland dagegen einen Gewinn von 512 Mio. Euro (CHF 468 Mio.) aus, nach einem Minus von 118 Mio. Euro (CHF 108 Mio.) im Vorjahr.

Hinzu kommt ein juristischer Erfolg. Das Wiener Landesgericht sprach der RBI Ende Oktober 3,15 Mrd. Euro (CHF 2,88 Mrd.) Schadenersatz gegen die Rasperia Trading Limited zu, einen von der EU sanktionierten Aktionär des Baukonzerns Strabag. Die Bank will bei der Finanzmarktaufsicht FMA die Freigabe der österreichischen Rasperia-Vermögenswerte beantragen.

Zukäufe drücken das Kapital vorerst

Die Übernahme der Garanti BBVA Romania ist abgeschlossen. Die rumänische Tochter dürfte damit gemessen an der Bilanzsumme zum drittgrössten Institut des Landes werden. Das kostet rund 60 Basispunkte Kernkapitalquote, wirksam im vierten Quartal. Bei der Addiko Bank lag die Annahmequote am 2. November bei 94,84 %, die Genehmigungen stehen teilweise noch aus.

Für 2026 erwartet die RBI einen Zinsüberschuss von über 4,5 Mrd. Euro (CHF 4,1 Mrd.), eine Eigenkapitalrendite von rund 13 % und eine harte Kernkapitalquote von rund 14,5 %. Die Rendite enthält allerdings einen einmaligen Effekt aus Addiko von rund 310 Basispunkten. Die Aktie zeigte sich in Wien mit rund 56,35 Euro (CHF 51,55) kaum verändert.

Quellen

  1. RBI 1-9/2026: Konzernergebnis (ohne Russland) um 10 Prozent auf über EUR 1,1 Milliarden gestiegen (03.11.2026) – RBI / EQS via OTS
  2. RBI steigert Gewinn - Rückzug aus Russland schreitet voran (03.11.2026) – cash.ch / Reuters
  3. RBI schrieb 10 Prozent mehr Gewinn und schloss Garanti-Übernahme ab (03.11.2026) – finanzen.at / APA
  4. RBI-Gewinn nach neun Monaten um 10 Prozent gestiegen (03.11.2026) – Der Standard

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.