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Stabilus: Abschreibung führt zu Quartalsverlust, Umsatzziel 2030 sinkt um ein Viertel

5. November 2026, 21:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der deutsche Autozulieferer Stabilus schreibt 67 Mio. Euro (CHF 61 Mio.) auf sein Amerika-Geschäft ab und rutscht im Schlussquartal in die roten Zahlen. Zudem kappt er die Ziele bis 2030 und die Dividende, die Aktie fällt.

Stabilus hat am Donnerstagabend vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2025/26 vorgelegt, das am 30. September endete. Der Spezialist für Gasfedern und Antriebe nimmt eine Wertminderung des Goodwill, also des bei Übernahmen bezahlten Aufpreises, von rund 67 Mio. Euro (CHF 61 Mio.) vor. Sie betrifft die Region Amerika, wo die Nachfrage in Teilen schwächer ausfiel als erwartet. Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen, die Zahlen können sich ändern.

Der ausgewiesene Betriebsgewinn (EBIT) fiel im vierten Quartal auf minus 48,1 Mio. Euro (minus CHF 44 Mio.). Analysten hatten mit plus 2,4 Mio. Euro (CHF 2,2 Mio.) gerechnet. Im ganzen Jahr sank er um 24 % auf 63,7 Mio. Euro (CHF 58 Mio.). Geld fliesst durch die Abschreibung nicht ab. Das betonte auch Konzernchef Michael Büchsner: Sie wirke sich nicht auf die Liquidität aus.

Das Tagesgeschäft schlägt die Schätzungen

Operativ lief das Quartal besser als befürchtet. Der Umsatz lag mit 302,1 Mio. Euro (CHF 277 Mio.) zwar 4,4 % unter dem Vorjahr, aber klar über den erwarteten 267,4 Mio. Euro (CHF 245 Mio.). Das bereinigte EBIT erreichte 28,9 Mio. Euro (CHF 26,5 Mio.) nach geschätzten 21,9 Mio. Euro (CHF 20 Mio.). Nur der bereinigte Free Cashflow, also der frei verfügbare Mittelzufluss, verfehlte mit 39,5 Mio. Euro (CHF 36 Mio.) die Prognose der Analysten von 47,4 Mio. Euro (CHF 43 Mio.). Im Gesamtjahr sank der Umsatz auf 1198 Mio. Euro (CHF 1,1 Mrd.). Die Jahresprognose wurde damit erreicht.

Weniger Ehrgeiz bis 2030

Stärker ins Gewicht fällt der neue Ausblick. Bis 2030 peilt Stabilus noch rund 1,5 Mrd. Euro (CHF 1,4 Mrd.) Umsatz an, statt bisher etwa 2 Mrd. Euro (CHF 1,8 Mrd.). Die bereinigte EBIT-Marge soll 12 bis 15 % erreichen, zuvor lautete das Ziel fest 15 %. Als Grund nennt das Unternehmen laut Börse Express schwächere Autoabsätze in China und Nordamerika sowie geringere Investitionen der Autoindustrie in Produktionsanlagen. Wachstum erhofft sich die Führung von Robotik, Automatisierung und Verteidigung.

Die Dividende soll von 0,35 auf 0,22 Euro (CHF 0,20) je Aktie sinken. Der Nettoverschuldungsgrad soll unter dem Faktor 2,0 liegen. Die Aktie gab am Abend zeitweise rund 6 % nach und notierte zuletzt bei 15,32 Euro (CHF 14), knapp 5 % unter dem Vortag. Auf drei Jahre beträgt das Minus rund 74 %. Details folgen an einer Analystenkonferenz am 6. November um 9 Uhr.

Quellen

  1. EQS-News: Stabilus SE erfüllt Prognose für das Geschäftsjahr 2026 und passt Mittelfristziele 2030 an (05.11.2026) – Stabilus / ad-hoc-news
  2. EQS-Adhoc: Stabilus SE: Nicht zahlungswirksame Wertminderungen von rund 67 Mio. EUR belasten EBIT (05.11.2026) – Stabilus / ad-hoc-news
  3. Stabilus Aktie: Vom grossen Umsatzplan bleibt deutlich weniger (05.11.2026) – Börse Express
  4. Abschreibungen brocken Autozulieferer Stabilus Verlust ein (05.11.2026) – Handelsblatt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.