Super Micro erhöht Jahresziel auf bis zu 82 Mrd. Dollar (CHF 67 Mrd.): Aktie steigt nachbörslich um 9 %
Der US-Serverbauer Super Micro hat Wall Street deutlich geschlagen und die Jahresprognose kräftig angehoben. Nach einem Kursrückgang von rund 27 % innert eines Monats kommt das bei Anlegern gut an, die Marge bleibt aber dünn.
Super Micro Computer hat am 3. November nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2027 vorgelegt, das Ende September endete. Der Umsatz erreichte 19,95 Mrd. Dollar (CHF 16,4 Mrd.). Analysten hatten laut Reuters im Schnitt nur 16,39 Mrd. Dollar (CHF 13,4 Mrd.) erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,81 Dollar (CHF 1,48) gegenüber erwarteten 1,23 Dollar (CHF 1,01).
Die Zahlen waren nur teilweise eine Überraschung. Bereits am 20. Oktober hatte das Unternehmen seine ursprüngliche Prognose von 14,5 bis 15,5 Mrd. Dollar (CHF 11,9 bis 12,7 Mrd.) auf vorläufig 18,5 bis 19,5 Mrd. Dollar (CHF 15,2 bis 16 Mrd.) angehoben. Das definitive Ergebnis liegt noch einmal darüber.
Prognose weit über den Erwartungen
Wichtiger war der Blick nach vorn. Für das laufende Quartal rechnet Super Micro mit 19,5 bis 21,5 Mrd. Dollar (CHF 16 bis 17,6 Mrd.) Umsatz, während der Markt laut Reuters bei 17,14 Mrd. Dollar (CHF 14,1 Mrd.) lag. Für das ganze Geschäftsjahr nennt der Konzern nun 72 bis 82 Mrd. Dollar (CHF 59 bis 67 Mrd.). Bisher waren es 65 bis 72 Mrd. Dollar (CHF 53 bis 59 Mrd.), die Analysten erwarteten 69,17 Mrd. Dollar (CHF 56,7 Mrd.).
Super Micro baut Server und ganze Rechnerracks, die vor allem mit Chips von Nvidia bestückt sind. Die Nachfrage kommt laut Reuters von Cloud-Anbietern und Technologiefirmen, die ihre Rechenzentren ausbauen.
Hohe Erwartungen an eine dünne Marge
Die Bruttomarge lag gemäss Reuters bei 12,7 % und damit über der im Oktober genannten Spanne von 12,0 bis 12,5 %. Das ist besser als angekündigt, im Vergleich zu Chipherstellern aber wenig. Super Micro verdient als Zusammenbauer nur einen kleinen Teil dessen, was die teuren Prozessoren einbringen.
Die Aktie schloss im regulären Handel bei 31,39 Dollar (CHF 25,74), rund 3 % höher. Im nachbörslichen Handel gewann sie laut Reuters mehr als 9 %. Yahoo Finance verweist darauf, dass die Papiere im vergangenen Monat rund 27 % verloren hatten. Auslöser war unter anderem eine Studie von Gartner, wonach viele Neoclouds bis 2030 aufgeben dürften. Neoclouds sind junge Anbieter, die auf das Vermieten von KI-Rechenleistung spezialisiert sind und zu den Abnehmern solcher Server gehören.
Quellen
- Super Micro forecasts quarterly revenue above estimates on strong AI server demand (03.11.2026) – Reuters via Investing.com
- Super Micro tops Q1 estimates, offers strong Q2 outlook (03.11.2026) – Yahoo Finance
- Supermicro Provides First Quarter of Fiscal Year 2027 Preliminary Business Update (20.10.2026) – Super Micro Computer / SEC
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.