Swisscom verdient in neun Monaten 1,01 Mrd. Franken, doch das dritte Quartal verfehlt die Schätzungen
Swisscom steigert den Reingewinn bis Ende September um 2,4 %, obwohl der Umsatz um 2,1 % sinkt. Italien liefert mehr Synergien, die Schweiz verliert Kunden. Im dritten Quartal blieb der Gewinn unter den Erwartungen, die Dividende soll dennoch steigen.
Swisscom hat am 5. November die Zahlen für die ersten neun Monate 2026 vorgelegt. Der Umsatz sank auf 10,94 Mrd. Franken. Das ist ein Minus von 2,1 %, zu konstanten Wechselkursen wären es 1,5 %. Der Betriebsgewinn EBITDAaL, also vor Abschreibungen und nach Leasingkosten, stieg um 1,5 % auf 3,83 Mrd. Franken. Ohne die Euro-Schwäche hätte das Plus 3,0 % betragen. Der Reingewinn erreichte 1,01 Mrd. Franken, 2,4 % mehr als ein Jahr zuvor.
Das dritte Quartal bleibt zurück
Der Blick auf die Monate Juli bis September fällt weniger gut aus. Laut einer Auswertung von Investing.com sank der Reingewinn im Quartal um 5,8 % auf 342 Mio. Franken, erwartet waren 358 Mio. Franken. Der EBITDAaL ging um 2 % auf 1,276 Mrd. Franken zurück und lag ebenfalls unter der Schätzung von 1,291 Mrd. Franken. Beim Quartalsumsatz übertraf Swisscom dagegen mit 3,715 Mrd. Franken die Prognose von 3,663 Mrd. Franken. Auch die Agentur AWP berichtet, der Umsatz liege über und der Gewinn knapp unter den Erwartungen.
Italien gewinnt, die Schweiz schrumpft
Die Ertragskraft kommt derzeit aus dem Süden. In Italien, wo Swisscom Fastweb und das für 8 Mrd. Euro (CHF 7,3 Mrd.) gekaufte Vodafone Italia zusammenführt, stieg der EBITDAaL um 10,1 % auf 1,37 Mrd. Euro (CHF 1,26 Mrd.). Der Umsatz fiel dort um 2,2 % auf 5,26 Mrd. Euro (CHF 4,83 Mrd.). Die Synergien erreichten 265 Mio. Euro (CHF 243 Mio.), für das ganze Jahr strebt der Konzern über 300 Mio. Euro (CHF 275 Mio.) an. CEO Christoph Aeschlimann sprach von starken Finanzergebnissen.
Im Heimmarkt sank der Umsatz um 0,6 % auf 5,83 Mrd. Franken, der EBITDAaL um 1,3 % auf 2,53 Mrd. Franken. Trotz Preiserhöhungen schrumpft die Kundenbasis: Die Breitbandanschlüsse gingen um 2,4 % auf 1,9 Millionen zurück, die TV-Anschlüsse um 2,7 %. Bei den Mobilfunk-Abos mit Vertrag blieb die Zahl mit 4,43 Millionen praktisch stabil.
Ausblick teilweise leicht erhöht
Bei Umsatz und Betriebsgewinn bleibt Swisscom bei 14,7 bis 14,9 Mrd. Franken und 5,0 bis 5,1 Mrd. Franken. Der Operating Free Cashflow soll neu über 2,0 Mrd. Franken liegen, zuvor hiess es rund 2,0 Mrd. Franken. Die Verschuldung im Verhältnis zum Betriebsgewinn soll Ende Jahr unter dem Faktor 2,3 liegen. Die Investitionen betragen 3,0 bis 3,1 Mrd. Franken, nach neun Monaten waren es 2,04 Mrd. Franken. Werden die Ziele erreicht, soll die Dividende um 1 Franken auf 27 Franken je Aktie steigen.
Quellen
- Swisscom macht trotz weniger Umsatz mehr Gewinn nach 9 Monaten (05.11.2026) – cash.ch / AWP
- Swisscom verfehlt Gewinnerwartungen und erhöht Jahresziele (05.11.2026) – cash.ch / AWP
- Swisscom Q3 net income misses estimates as revenue beats forecasts (05.11.2026) – Investing.com
- Swisscom Q3 2026: Revenue Drops 2.1% to CHF 10.94 Billion (05.11.2026) – TelecomLead
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.