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Kuba-Sanktionen: USA treffen erstmals zwei chinesische Firmen, Peking droht mit Gegenmassnahmen

7. November 2026, 04:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Das US-Aussenministerium hat am 5. November zwei chinesische Elektronikfirmen auf eine neue Kuba-Sanktionsliste gesetzt. Chinas Handelsministerium spricht von einem Verstoss gegen das Völkerrecht und behält sich «notwendige Massnahmen» vor.

Die neue Sanktionsrunde Washingtons gegen Kuba umfasst laut einem Merkblatt des State Department acht Firmen, zwei Personen und fünf Tanker. Sie stützt sich auf ein Dekret, das Präsident Donald Trump am 1. Mai 2026 unterzeichnet hat. Im Visier stehen Netzwerke, die Öl von und nach Kuba transportieren, Staatsbetriebe der Insel und Lieferanten des kubanischen Militärs. Chinesische Medien schreiben, es sei das erste Mal, dass die USA chinesische Firmen wegen Geschäften mit Kuba bestrafen.

Wer betroffen ist

Die erste Firma ist die staatliche China National Electronics Import & Export Corporation (CEIEC). Sie soll 2026 mit dem kubanischen Rüstungsbeschaffer Duna einen Vertrag über Bauteile für Militärgerät abgeschlossen haben. Das US-Finanzministerium hatte CEIEC bereits im November 2020 sanktioniert, damals wegen Hilfe für die Überwachung von Regierungsgegnern in Venezuela. Die zweite ist Beijing H&C Technologies, eine Tochter des staatlichen Rüstungselektronikkonzerns China Electronics Technology Group (CETC), die Überwachungs- und Sicherheitstechnik verkauft. Duna selbst steht seit dem 6. August auf der US-Liste.

Die Vermögen der Betroffenen in den USA werden eingefroren, Geschäfte mit US-Personen sind weitgehend verboten. Das gilt auch für Firmen, die zu mindestens 50 % sanktionierten Parteien gehören. Zudem hat die Sanktionsbehörde OFAC neue Sektoren der kubanischen Wirtschaft bezeichnet, darunter Elektronik, Technologie, Industrie und Schifffahrt. Ausländische Firmen, die dort tätig sind, riskieren nun selbst Sanktionen. Ausländischen Finanzinstituten rät das State Department zu Vorsicht. Handel mit Lebensmitteln, Medikamenten und Medizinprodukten bleibt erlaubt.

Peking spricht von langem Arm

Ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums sagte am Samstag, China lehne die Sanktionen entschieden ab. Die USA hätten ihre Einschränkungen gegen China zuletzt mit mehreren diskriminierenden Massnahmen verschärft. Das weiche vom Konsens der beiden Staatschefs ab und untergrabe die Stabilität der Wirtschaftsbeziehungen. China fordere Washington auf, den Fehler rasch zu korrigieren. Bereits am Freitag hatte Aussenamtssprecher Guo Jiakun laut Voice of America von «Rechtsprechung mit langem Arm» gesprochen, also dem Versuch, US-Recht auf ausländische Firmen anzuwenden.

Der Streit fällt in eine heikle Phase. Ebenfalls am Freitag hatte Washington Peking laut Financial Times aufgefordert, die Zusagen aus dem Handelsabkommen von Busan sofort einzuhalten, vor allem bei der Lieferung Seltener Erden.

Quellen

  1. Further Sanctions on the Cuban Regime's Foreign Military Support and Illicit Revenue Networks – Fact Sheet (05.11.2026) – US State Department (via DefCon Level)
  2. 美国发布新一波古巴制裁名单,两家中国公司在列 (06.11.2026) – Voice of America (Chinesisch)
  3. 美国以涉古巴为由对2家中国企业实施制裁,商务部:中方敦促美方尽快纠正错误做法 (07.11.2026) – The Paper
  4. The U.S. sanctions Cuban regime oil networks, Chinese companies, and family members of the GAESA leadership (05.11.2026) – CiberCuba
  5. US warns China it must 'immediately' meet terms of Busan trade deal (06.11.2026) – Financial Times

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.