Wohneigentum: Angebotspreise sinken im Oktober, Einfamilienhäuser geben um 0,7 % nach
Wer in der Schweiz ein Eigenheim verkauft, verlangt im Oktober etwas weniger. Der ImmoScout24-Kaufindex zeigt für Einfamilienhäuser ein Minus von 0,7 %, für Eigentumswohnungen von 0,1 %. Im Jahresvergleich bleiben die Preise aber klar höher.
Die Angebotspreise für Wohneigentum sind im Oktober den zweiten Monat in Folge zurückgegangen. Das zeigt der ImmoScout24-Kaufindex, den die Plattform zusammen mit dem Immobilienberater IAZI erstellt und am 4. November veröffentlicht hat. Schon im September hatten die Preise leicht nachgegeben.
Einfamilienhäuser wurden Ende Oktober im Schnitt für 8040 Franken pro Quadratmeter ausgeschrieben, Eigentumswohnungen für rund 9590 Franken. Für ein Haus mit 150 Quadratmetern ergibt das rechnerisch gut 1,2 Mio. Franken. Gegenüber dem Vorjahr liegen Häuser noch 3,1 % höher, Wohnungen 4,2 %. Pro Quadratmeter bleibt die Wohnung damit rund 1550 Franken teurer als das Haus. Beide Werte sind Durchschnitte über alle Regionen, einzelne Lagen können stark abweichen.
Zentralschweiz fällt am stärksten
Bei den Einfamilienhäusern sanken die Preise in sechs von sieben Regionen. Am deutlichsten war das Minus in der Zentralschweiz mit 2,5 %, gefolgt von der Ostschweiz mit 1,9 % und dem Tessin mit 1,5 %. Einzig das Mittelland legte zu, und zwar um 1,1 %.
Bei den Eigentumswohnungen ist das Bild gemischter. Die Ostschweiz gab um 2,4 % nach, während das Mittelland um 1,4 % zulegte. Auch die Nordwestschweiz mit 0,8 % und die Region Zürich mit 0,4 % verteuerten sich. In den übrigen Regionen gingen die Preise leicht zurück.
Was der Index misst und was nicht
Der Index erfasst Preise aus Inseraten, nicht die tatsächlich bezahlten Kaufpreise. Er zeigt also, was Verkäufer verlangen. Was am Ende im Vertrag steht, kann davon abweichen. Monatswerte schwanken zudem und sagen für sich allein wenig über den Trend aus.
Über dem Markt schwebt ausserdem die Steuerreform. Die Stimmberechtigten haben am 28. September 2025 die Abschaffung des Eigenmietwerts beschlossen. Laut der Betreiberin von ImmoScout24, der SMG Swiss Marketplace Group, gelten die neuen Regeln ab 2028. Unterhaltskosten lassen sich dann nicht mehr abziehen. Martin Waeber, Immobilienchef der SMG, rechnete vor einem Jahr damit, dass neue und neuwertige Objekte davon stärker profitieren als sanierungsbedürftige Altbauten.
Quellen
- Angebotspreise für Wohneigentum sinken im Oktober (04.11.2026) – cash.ch / AWP
- Angebotspreise für Wohneigentum sinken im Oktober (04.11.2026) – bluewin / Keystone-SDA
- Eigenheime legen preislich weiter zu und werden mit Steuerreform noch attraktiver (07.10.2025) – SMG Swiss Marketplace Group
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.