Zahlungsverzug
Auch gesucht als: Verzug, Rückstand, Mahnung, Kreditkartenschulden, Schuldnerverzug
- 🇬🇧 Englisch
- payment default / late payment
- 🇫🇷 Französisch
- demeure du débiteur (retard de paiement)
- 🇮🇹 Italienisch
- mora del debitore (ritardo di pagamento)
Zahlungsverzug liegt vor, wenn ein Schuldner eine fällige Zahlung nicht rechtzeitig leistet. In der Regel tritt der Verzug nach einer Mahnung ein oder automatisch, wenn ein fester Zahlungstermin vereinbart war.
Nach Schweizer Obligationenrecht kann der Gläubiger bei Geldschulden ab Verzug einen Verzugszins verlangen, der ohne andere Vereinbarung 5 % pro Jahr beträgt. Zahlt der Schuldner trotz Mahnung nicht, kann der Gläubiger die Betreibung nach dem Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz einleiten. Ein Eintrag im Betreibungsregister erschwert später etwa die Wohnungssuche. Bei Kreditkartenschulden fallen auf den nicht bezahlten Saldo zudem hohe Sollzinsen an.
Für Volkswirtschaften und Anleger sind Verzugsquoten ein wichtiger Gradmesser. In den USA werden Rückstände bei Kreditkarten, Autokrediten und Hypotheken regelmässig veröffentlicht; steigende Werte gelten als Hinweis auf finanziellen Druck bei den Haushalten und können den Privatkonsum belasten. Für Banken bedeutet mehr Verzug höhere Rückstellungen. Bei Anleihen ist schon ein verpasster Kupon ein Ausfallereignis, das meist zu einem starken Kursverlust führt.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.