13. AHV-Rente: Im Dezember fliesst erstmals Geld, die Finanzierung entscheidet sich am 29. November
Rund 2,6 Millionen Rentnerinnen und Rentner erhalten im Dezember erstmals die 13. AHV-Rente. Sie beträgt ein Zwölftel der im Jahr bezogenen Altersrenten, im Schnitt voraussichtlich rund 1580 Franken. Wie das bezahlt wird, ist noch offen.
Die 13. AHV-Rente kommt automatisch, ein Antrag ist nicht nötig. Anspruch hat, wer im Dezember eine Altersrente bezieht. Der Zuschlag wird mit der Dezemberrente überwiesen, spätestens bis zum 20. des Monats. Die Stimmberechtigten hatten ihn im März 2024 mit 58 % und einer Mehrheit der Kantone angenommen.
So viel gibt es
Massgebend ist ein Zwölftel der im Kalenderjahr ausbezahlten Altersrenten. Wer die volle Minimalrente von 1260 Franken bezieht, erhält damit 1260 Franken, wer die Maximalrente hat 2520 Franken. Der Betrag wird auf ganze Franken gerundet. Wer erst im Lauf des Jahres in Rente geht, bekommt entsprechend weniger. Nicht zählen Kinderrenten, Zusatzrenten und der Rentenzuschlag für Frauen der Übergangsgeneration. Witwen-, Waisen- und IV-Renten bleiben bei zwölf Zahlungen.
Bei Ehepaaren greift die Obergrenze: Beide Renten zusammen dürfen 150 % der Maximalrente nicht übersteigen, aktuell 3780 Franken im Monat. Die 13. Rente richtet sich nach diesen gekürzten Beträgen, bei zwei Maximalrenten sind es je 1890 Franken. Der Zuschlag ist steuerbares Einkommen, wird aber bei den Ergänzungsleistungen nicht angerechnet.
Vier Milliarden pro Jahr, nur teilweise gedeckt
Die Zusatzrente kostet über 4 Mrd. Franken pro Jahr, bis 2035 über 5 Mrd. Franken. Der Bund trägt 20,2 % der AHV-Ausgaben. Am 29. November stimmt die Schweiz darüber ab, die Mehrwertsteuer ab frühestens 2028 um 0,4 Prozentpunkte auf 8,5 % zu erhöhen. Der Hotelleriesatz stiege von 3,8 % auf 4,0 %, der reduzierte Satz von 2,6 % bliebe gleich. Das brächte ab 2029 rund 1,4 Mrd. Franken im Jahr. Zusammen mit dem Bundesbeitrag deckt das laut Bund etwa die Hälfte der Zusatzkosten. Einen Haushalt kostet das geschätzt rund 180 Franken im Jahr.
Für die Auszahlungen 2026 und 2027 gibt es keine Zusatzfinanzierung. Nötig ist ein doppeltes Mehr von Volk und Ständen. In den Umfragen lag das Nein zuletzt vorne: 60 zu 36 % bei Tamedia/20 Minuten, 51 zu 39 % bei YouGov, 49 zu 46 % bei der SRG. Die Reform AHV 2030 soll das Parlament ab dem Frühjahr beraten.
Quellen
- 13. AHV-Rente (abgerufen 06.11.2026) – Informationsstelle AHV/IV
- Volksabstimmung: AHV-Zusatzfinanzierung (abgerufen 06.11.2026) – Schweizerische Bundesverwaltung
- Schweizer Stimmvolk entscheidet über Finanzierung der 13. AHV-Rente (01.11.2026) – cash.ch / AWP
- 13. AHV-Rente kommt im Dezember: Wer die zusätzliche Zahlung erhält (16.09.2026) – Südostschweiz
- Verheiratete verlieren durch Plafonierung viel Geld (30.04.2026) – Beobachter
- 13. AHV-Rente: Fragen und Antworten (2026) – moneyland.ch
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.