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BNP, Société Générale und Crédit Agricole verdienen deutlich mehr, doch die Politik bremst die Aktien

31. Oktober 2026, 12:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Frankreichs drei grosse Banken haben im dritten Quartal klar mehr verdient als vor einem Jahr. An der Börse zahlt sich das kaum aus: Die Sorge um Staatsfinanzen und Präsidentschaftswahl 2027 lastet auf den Titeln.

Die Zahlen der Woche fielen bei allen drei Instituten stark aus. BNP Paribas meldete am 28. Oktober einen Reingewinn von 3,46 Mrd. Euro (CHF 3,19 Mrd.), 13,5 % mehr als im Vorjahr und über den Erwartungen. Der Ertrag stieg um 9,5 % auf 13,76 Mrd. Euro (CHF 12,7 Mrd.). Im November startet die Bank ein Aktienrückkaufprogramm über 1,3 Mrd. Euro (CHF 1,2 Mrd.). Die Ziele für die nächste Phase will sie am 2. Februar mit einem «Plan 2030» vorstellen.

Société Générale mit Rekordquartal

Société Générale steigerte den Reingewinn am 29. Oktober um 24,1 % auf 1,888 Mrd. Euro (CHF 1,74 Mrd.), ein Rekord. Analysten hatten im Mittel mit 1,65 Mrd. Euro (CHF 1,52 Mrd.) gerechnet. Treiber war der Aktienhandel, dessen Erträge um fast 46 % auf einen Höchstwert kletterten. Der Handel mit Zinsen, Krediten und Devisen brach dagegen um 20,6 % ein. Die Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital lag bei 13,0 %, die harte Kernkapitalquote bei 13,4 %. Ein neues Rückkaufprogramm kündigte die Bank nicht an.

Crédit Agricole S.A. folgte am 30. Oktober mit einem Reingewinn von 1,991 Mrd. Euro (CHF 1,83 Mrd.), ein Plus von 17,9 %. Ohne Sondereffekte betrug der Anstieg 11 %. Der Ertrag wuchs um 7,5 % auf 7,09 Mrd. Euro (CHF 6,53 Mrd.), das Verhältnis von Kosten zu Ertrag verbesserte sich auf 55,4 %.

Warum die Kurse nicht mitziehen

Wie die Financial Times schreibt, konnten die guten Resultate den Ausverkauf bei französischen Bankaktien nicht umkehren, weil politische und wirtschaftliche Unsicherheit die Anleger verunsichert. Die Aktie von Société Générale schloss vor den Zahlen bei 61,95 Euro (CHF 57). Sie lag damit seit Jahresbeginn rund 10 % im Minus und 27 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Crédit Agricole notierte am Freitagnachmittag bei 15,01 Euro (CHF 13,83), 1,4 % unter dem Stand vor den Zahlen.

Belastend wirken vor allem die steigenden Renditen französischer Staatsanleihen, die laut France Epargne auf europäischen Bankaktien lasten. Am 30. Oktober senkte die Ratingagentur Fitch den Ausblick für Frankreich auf negativ. Schon Ende August waren die Bankaktien eingebrochen, als die Debatte um den Staatshaushalt und die Präsidentschaftswahl im April 2027 die Märkte erfasste.

Quellen

  1. French banks’ rising profits fail to reverse sell-off as political fears bite (31.10.2026) – Financial Times
  2. BNP Paribas Profits Rise In Q3 2026 (29.10.2026) – WealthBriefing
  3. Société Générale : bénéfice record de 1,89 Md€ au T3 2026 (29.10.2026) – France Epargne
  4. Credit Agricole stock: Q3 profit rises 17.9% as Europe expansion accelerates (30.10.2026) – ad-hoc-news
  5. Political uncertainty weighs on French banks as BNP Paribas and Société Générale fall (27.08.2026) – Sweden Herald

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.