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Monte dei Paschi: Aktionäre stoppen CEO Lovaglio, Intesa Sanpaolo treibt die Übernahme voran

2. November 2026, 06:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Aktionäre von Monte dei Paschi haben die Abwehrpläne ihres CEO mit grosser Mehrheit verworfen. Damit läuft die Offerte von Intesa Sanpaolo im Wert von über 34 Mrd. Euro (CHF 31 Mrd.) weiter. Über den Erfolg entscheiden nun die Annahmequote und die Behörden.

An der Generalversammlung in Siena vom 29. Oktober waren 65,86 % des Kapitals vertreten. Die Tauschangebote für Banco BPM und Banca Generali scheiterten mit 91,1 % und 90,9 % Nein-Stimmen. Die Fusion mit Mediobanca lehnten 63,65 % ab, obwohl die Stimmrechtsberater ISS und Glass Lewis laut Policy Maker dafür waren; Avvenire berichtet dagegen, sie hätten von den ambitioniertesten Vorhaben abgeraten. Auch die Kapitalherabsetzung, verbunden mit einer Ausschüttung von 4 Mrd. Euro (CHF 3,7 Mrd.), fiel durch.

CEO Luigi Lovaglio wollte die Bank mit diesen Schritten vor der Offerte schützen. Nach sechs Stunden Sitzung sprach er laut der Agentur Askanews nicht von einem Ende: Das Votum sei nicht das endgültige Urteil über die Zukunft der Bank. Dem Ultimatum von Intesa gab er die Schuld, dass Alternativen nicht geprüft werden konnten.

Grossaktionäre gaben den Ausschlag

Delfin, die Holding der Familie Del Vecchio, ist mit 17,53 % der grösste Aktionär und will die Offerte annehmen. Die Gruppe Caltagirone hinterlegte an der Versammlung 12,66 %. Beide stellten sich vorab gegen Lovaglio. Der italienische Staat hält noch 4,86 %, Blackrock 4,66 %.

Intesa bietet je Aktie von Monte dei Paschi 1,6 eigene Aktien und 1,25 Euro (CHF 1,15) in bar. Die Barkomponente hatte die Bank Anfang Oktober um 25 Cent erhöht, Lovaglio beziffert den Aufpreis für die Aktionäre auf 800 Mio. Euro (CHF 740 Mio.). Damit die Offerte zustande kommt, müssen mindestens 66,67 % des Kapitals annehmen.

Die nächsten Schritte

Am 30. Oktober teilte Intesa mit, das Angebot laufe trotz der gescheiterten Mediobanca-Fusion weiter. Bei einem erfolgreichen Abschluss will die Bank ein Pflichtangebot für die restlichen Mediobanca-Aktien abgeben. Die Bewilligungen der EZB und weiterer Behörden liegen laut Intesa vor. Offen sind die Billigung des Angebotsdokuments durch die Aufsicht Consob, die innert rund zehn Tagen erwartet wird, und die Prüfung der Wettbewerbsbehörde. Die Annahmefrist dürfte zwischen November und Dezember laufen.

Die Gewerkschaften fordern Garantien für Stellen und Filialen. Rund hundert Personen protestierten vor dem Sitz der Bank in Siena.

Quellen

  1. Com’è andata l’assemblea degli azionisti di Mps (29.10.2026) – Policy Maker
  2. Mps, no al piano dell'ad Lovaglio: si apre la strada all'offerta di Intesa (29.10.2026) – Avvenire
  3. Intesa Sanpaolo, prosegue l'OPAS a seguito esito assemblea MPS (30.10.2026) – Teleborsa
  4. Il primo azionista di MPS appoggia l’operazione di Intesa (05.10.2026) – Il Post
  5. Mps, a Siena l'assemblea degli azionisti (29.10.2026) – Affaritaliani
  6. Mps, stop al piano Lovaglio dai soci (29.10.2026) – QdS / Askanews

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.