Vorsorge

Pensionskasse Stadt Zürich stoppt neues Verwaltungssystem: Hackerangriff bremst den Wechsel zu PK Softech

3. November 2026, 15:27 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Pensionskasse Stadt Zürich legt die Einführung eines neuen Verwaltungssystems auf Eis. Der Grund ist der Hackerangriff auf den Softwareanbieter PK Softech. Renten und Leistungen fliessen laut der Kasse weiter wie gewohnt.

Geplant war der Wechsel auf das System von PK Softech Anfang 2027. Nun ist das Projekt sistiert, wie cash.ch am 3. November berichtete. Der Stiftungsrat will erst entscheiden, wenn der Cyberangriff vollständig aufgearbeitet ist. Die Kasse begründet den Schritt damit, dass die Sicherheit der Versichertendaten vorgehe. Bis dahin arbeitet sie mit ihrem bisherigen System weiter.

Der Fall zeigt, wo das Risiko lag. Die Pensionskasse hatte ihre Daten bereits an PK Softech geschickt, um den Wechsel vorzubereiten. Dort griffen die Täter sie laut den Berichten ab. Das eigene System, das Guthaben und Renten verwaltet, war laut der Kasse nicht betroffen.

Welche Daten fehlen, ist weiter offen

Wie viele Versicherte betroffen sind und welche Daten genau entwendet wurden, steht noch nicht fest. Im schlechtesten Fall geht es um Kontaktdaten, AHV-Nummer, Zivilstand, Angaben zum Partner, IBAN sowie Vorsorgedaten wie den versicherten Verdienst und das Sparguthaben. Die Kasse hat laut früheren Berichten Strafanzeige eingereicht. Die Ermittlungen laufen, im Fall der Berner Kassen ermittelt laut cash.ch die Bundesanwaltschaft.

Mehrere grosse Kassen im Sog des Angriffs

Der Angriff auf PK Softech geht laut cash.ch auf Ende September zurück. Öffentlich wurde er im Oktober, als die Bundespensionskasse Publica das Datenleck meldete. Danach kamen weitere Institute hinzu: Die Migros-Pensionskasse meldete ebenfalls ein Datenleck. Bei der Pensionskasse der Post ist laut einem Bericht vom 15. Oktober unklar, ob Versichertendaten abgeflossen sind. Der Kanton Bern sah bei der Bernischen Pensionskasse und der Bernischen Lehrerversicherungskasse zunächst keine Anzeichen für einen Diebstahl, konnte ihn aber nicht ganz ausschliessen.

Für die Versicherten ging es bisher nicht um ihr Geld. Die Pensionskasse Stadt Zürich hält fest, dass Vorsorgevermögen und Renten nicht gefährdet seien. Die Gefahr liegt eher in gezielten Betrugsversuchen mit echten Personendaten. Die Kasse rät deshalb, bei unerwarteten E-Mails, SMS oder Chat-Nachrichten keine Links oder Anhänge zu öffnen und weder Login- noch Bankdaten preiszugeben.

Quellen

  1. Pensionskasse Zürich stoppt Systemeinführung nach Cyberangriff (03.11.2026) – cash.ch
  2. Cyberangriff betrifft auch Pensionskassen der Post und der Stadt Zürich (15.10.2026) – cash.ch / AWP
  3. Hackerangriff auf IT-Dienstleister zieht weitere Kreise (16.10.2026) – finews.ch

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.