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Serbiens Notenbank schliesst die Alta Banka: Bei Russen beliebtes Institut verliert die Lizenz

1. November 2026, 19:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Nationalbank Serbiens hat der Belgrader Alta Banka die Bewilligung entzogen. Die Bank sei in eine ernste finanzielle Schieflage geraten. Der Schritt kommt knapp eine Woche nach der Wahlniederlage der bisherigen Regierungspartei, der Eigentümer Davor Macura nahesteht.

Die Nationalbank Serbiens (NBS) hat der Alta Banka a.d. Beograd die Banklizenz entzogen. Die Mitteilung erschien in der Nacht auf Samstag, 31. Oktober. Als Begründung nannte die Notenbank, die Finanzlage der Bank habe sich zuletzt deutlich verschlechtert und könne sich weiter verschlechtern. Gezielte Aufsichtsmassnahmen zur Stärkung der Liquidität hätten nicht gewirkt. Die Einlagen der Kunden seien gefährdet gewesen. Ein Gericht soll die staatliche Einlagenversicherungsagentur als Konkursverwalterin einsetzen.

Einlagen bis 50 000 Euro gesichert

Kundinnen und Kunden erhalten versicherte Guthaben bis 50 000 Euro (CHF 46 000) zurück. Die Auszahlung soll innerhalb von sieben Arbeitstagen nach Eröffnung des Konkursverfahrens erfolgen, die für Montag erwartet wurde. Kartenzahlungen, Überweisungen und der Schalterbetrieb sind eingestellt. Laut BBC News auf Serbisch standen viele Russen, die seit 2022 nach Serbien gezogen sind, am Samstag vor gesperrten Konten. Die Alta Banka hatte den Zahlungsverkehr mit Russland offengehalten, als andere serbische Banken ihn einschränkten. Laut der Deutschen Welle stieg die Zahl der aktiven Kunden 2025 von 47 400 auf 66 500.

Ermittlungen und politischer Hintergrund

Die Financial Times berichtet, die Bank stehe im Verdacht, nach der Wahlniederlage des früheren Präsidenten Aleksandar Vučić grosse Summen ins Ausland überwiesen zu haben. Die serbische Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität hatte ab dem 27. Oktober Angaben zu Auslandstransaktionen und Devisenumtausch der Bank verlangt. Die Notenbank reichte Strafanzeige gegen die Bank und mehrere Verantwortliche ein. Eine Staatsanwältin sagte gegenüber dem Sender N1 sinngemäss, die Bank sei aus ihrer Sicht zur Geldwäscherei genutzt worden. Ein Gerichtsurteil gibt es nicht. Berichte über vorbereitete Überweisungen von 50 Mio. Euro (CHF 46 Mio.) ins Ausland sind unbestätigt, die Notenbank warnte vor unbegründeter Verunsicherung.

Eigentümerin ist die Alta Group des Unternehmers Davor Macura, der laut Medienberichten der Serbischen Fortschrittspartei SNS nahesteht. Die SNS hatte die vorgezogene Parlamentswahl vom 25. Oktober nach 14 Jahren an der Macht verloren. Die Studentenliste gewann nach Auszählung der Auslandsstimmen 141 der 250 Sitze, Vučićs Liste 103. Macuras Gruppe ist auch im Detailhandel und mit Immobilienprojekten in Belgrad tätig. Die Bank wickelte zudem Zahlungen für Staatsbetriebe wie den Stromversorger EPS ab.

Quellen

  1. Serbia shuts down bank favoured by Russians (01.11.2026) – Financial Times (Feed-Zusammenfassung)
  2. Serbia Central Bank revokes licence of Belgrade-based Alta Banka (31.10.2026) – N1
  3. Alta Bank License Revoked: Serbia Shuts Lender Popular With Russians (01.11.2026) – Clash Report
  4. The National Bank of Serbia has revoked the license of ALTA Bank (31.10.2026) – Izvestia

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.