Valiant steigert den Gewinn um 5,4 % auf 114,2 Mio. Franken, das Zinsgeschäft bleibt unter Druck
Die Berner Regionalbank Valiant verdient in neun Monaten mehr und bestätigt das Jahresziel. Das Wachstum kommt aus dem Anlagegeschäft. Das Zinsgeschäft leidet unter dem Nullzinsumfeld, die Kosten wachsen schneller als die Erträge.
Valiant hat am 5. November die Zahlen für die ersten neun Monate 2026 veröffentlicht. Der Konzerngewinn stieg um 5,4 % auf 114,2 Mio. Franken, der Geschäftsertrag um 1,0 % auf 415,2 Mio. Franken. Die operative Kennzahl, der Geschäftserfolg, trat mit 171,2 Mio. Franken praktisch an Ort (plus 0,2 %). Der Gewinnanstieg ist damit zu einem guten Teil nicht operativ begründet: Valiant wies den Reserven für allgemeine Bankrisiken 25 Mio. Franken zu, nach 31 Mio. im Vorjahr.
Laut cash.ch übertraf die Bank die Erwartungen bei Ertrag und Geschäftserfolg, der Konzerngewinn lag im Rahmen der Schätzungen. Die Aktie stieg am Morgen um 0,7 % auf 150,60 Franken.
Anlagegeschäft gleicht Zinsrückgang aus
Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft ging um 1,7 % auf 300,4 Mio. Franken zurück. Gründe sind das Nullzinsumfeld und wegfallende Erträge aus Absicherungsgeschäften. Die Zinsmarge lag bei 104 Basispunkten. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legte dagegen um 10,2 % auf 79,3 Mio. Franken zu, im Wertschriften- und Anlagegeschäft um 16,3 %. Der Handelserfolg sank um 5,6 % auf 29,2 Mio. Franken.
Der Geschäftsaufwand stieg um 1,8 % auf 228,7 Mio. Franken, unter anderem wegen Investitionen in die Digitalisierung. Die Kosten-Ertrag-Quote (Cost-Income-Ratio) verschlechterte sich laut Tippinpoint von 54,7 % auf 55,1 %. Das Portal schreibt, das operative Geschäft stagniere. Laut cash.ch sind Einsparungen von mindestens 15 Mio. Franken geplant, rund 80 Vollzeitstellen sollen wegfallen.
Solide Bilanz, Wechsel an der Spitze
Die Kundenausleihungen wuchsen seit Ende 2025 um 2,5 % auf 31,1 Mrd. Franken, die Kundengelder um 2,4 % auf 23,3 Mrd. Franken. Die Gesamtkapitalquote liegt bei 17,0 % und damit am oberen Rand der internen Bandbreite von 15 bis 17 %. Bis Ende September kaufte Valiant 57 080 eigene Aktien für 9 Mio. Franken zurück.
Für 2026 erwartet die Bank weiter einen leicht höheren Konzerngewinn, nach rund 155 Mio. Franken im Vorjahr. Konzernchef Ewald Burgener zeigte sich zuversichtlich, die Ziele per Jahresende zu erreichen. Er übergibt im Mai 2027 an Kathrin Wehrli und soll 2028 Verwaltungsratspräsident werden.
Quellen
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.