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Virgin Media O2 streicht Tausende Stellen: Schulden von 22 Mrd. Pfund (CHF 24 Mrd.) erzwingen den Umbau

7. November 2026, 15:23 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der britische Telekomkonzern von Liberty Global und Telefónica will bis 2029 jährlich 800 Mio. Pfund (CHF 877 Mio.) sparen. Er stoppt den eigenen Glasfaserausbau und verliert weiter Kunden.

Virgin Media O2 (VMO2) gehört gemeinsam Liberty Global und Telefónica. Das Unternehmen kündigte am 3. November einen tiefen Umbau an. Bis 2029 sollen die Kosten um rund 800 Mio. Pfund (CHF 877 Mio.) pro Jahr sinken. Rund 300 Mio. Pfund (CHF 329 Mio.) davon kommen aus Stellenabbau, die Lohnsumme soll um etwa 30 % schrumpfen. Betroffen sind laut ITV vor allem Hauptsitz, Informatik und Supportfunktionen. Die Zahl der Stellen nannte VMO2 nicht, die Belegschaft umfasst je nach Quelle 15 000 bis 16 000 Personen.

Kunden laufen davon

Die Zahlen des dritten Quartals zeigen den Druck. Der Umsatz fiel laut Reuters um 5,7 % auf 2,4 Mrd. Pfund (CHF 2,6 Mrd.), das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen um 2,6 % auf 995 Mio. Pfund (CHF 1,09 Mrd.). Netto gingen 23 300 Festnetzkunden verloren. Wie der Guardian am 7. November berichtet, verlor VMO2 in zwei Jahren 182 000 Breitband- und 644 000 Mobilfunkkunden. Billigere Glasfaseranbieter, die sogenannten Alt-Nets, und der Ausbau von BT setzen dem Konzern zu.

Schwer wiegen die Schulden von über 22 Mrd. Pfund (CHF 24 Mrd.). Das entspricht laut Reuters dem 5,6-Fachen des aufs Jahr hochgerechneten Betriebsergebnisses. Der Umbau verursacht einmalige Kosten von rund 250 Mio. Pfund (CHF 274 Mio.). Die Hälfte der Einsparungen soll schon 2027 wirken, Details folgen mit dem Jahresergebnis im Februar.

Glasfaser-Pläne gestoppt

Den Ausbau des eigenen Glasfasernetzes stellt VMO2 ein. Stattdessen wird das bestehende Kabelnetz auf 2 Gbit/s aufgerüstet, was das Unternehmen als günstige Lösung bezeichnet. Zuvor hatte die britische Wettbewerbsbehörde Bedenken gegen die Übernahme des Anbieters Netomnia für 2 Mrd. Pfund (CHF 2,2 Mrd.) durch das Gemeinschaftsunternehmen Nexfibre geäussert. Liberty-Global-Chef Mike Fries sagte laut Reuters, man habe nie mit derart heftigem Widerstand gegen den Deal gerechnet. VMO2-Chef Lutz Schüler erklärte, Stillstand sei keine Option.

Quellen

  1. UK's Virgin Media O2 to slash jobs, halt fibre roll-out (03.11.2026) – Reuters (via KFGO)
  2. Virgin Media O2 cutting thousands of jobs in cost savings overhaul (03.11.2026) – ITV News
  3. Job cuts, lost customers and a £22bn debt pile: what has gone wrong at Virgin Media O2? (07.11.2026) – The Guardian

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.