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Politisch exponierte Person (PEP)

Auch gesucht als: PEP, PEPs, Politically Exposed Person, nahestehende Person, erhöhte Sorgfaltspflicht

🇬🇧 Englisch
politically exposed person (PEP)
🇫🇷 Französisch
personne politiquement exposée (PPE)
🇮🇹 Italienisch
persona politicamente esposta (PPE)
Kurz erklärt

Eine politisch exponierte Person (PEP) ist jemand, der ein wichtiges öffentliches Amt ausübt oder ausgeübt hat – etwa als Regierungsmitglied, hoher Richter, Spitzenbeamter oder Leiter eines Staatsbetriebs. Banken müssen bei solchen Kunden besonders genau hinschauen.

Hinter der Regel steht die Erfahrung, dass hohe Amtsträger eher in Korruptionsfälle verwickelt sein können als gewöhnliche Kunden. Das Schweizer Geldwäschereigesetz unterscheidet ausländische PEPs, inländische PEPs und PEPs internationaler Organisationen wie der UNO oder der FIFA. Erfasst werden auch Familienangehörige und Personen, die einer PEP geschäftlich oder persönlich nahestehen. Beziehungen zu ausländischen PEPs gelten stets als Geschäftsbeziehungen mit erhöhtem Risiko; bei inländischen PEPs entscheidet eine Risikobeurteilung im Einzelfall.

Der Status als PEP ist kein Vorwurf und kein Hindernis für ein Bankkonto. Er bedeutet aber zusätzliche Abklärungen: Die Bank klärt die Herkunft des Vermögens genauer ab, die Aufnahme der Beziehung muss von der Geschäftsleitung oder einer höheren Stelle bewilligt werden, und Transaktionen werden enger überwacht. Inländische PEPs gelten 18 Monate nach dem Ende ihres Amtes nicht mehr als PEP. Fälle mit Potentatengeldern haben dem Ruf des Finanzplatzes wiederholt geschadet.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.